Schnupftabak

Schnupftabak, auch Snuff genannt, wurde schon lange vor der Einführung in Europa von verschiedenen Mittel- und Südamerikanischen Kulturen verwendet. Um das Jahr 1561 herum brachte Jean Nicot, ein französischer Gesandter am portugiesischen Königshof die Tabakblätter und –saat erstmals nach Frankreich. Ab dem 16. Jahrhundert verbreitete sich der Schnupftabak dann in ganz Europa. 1677 entstand dann die erste Schnupftabak-Fabrik der Welt in Sevilla, Spanien.

McChrystals_Snuff

Es existieren verschiedene Arten von Schnupftabak. Da gibt es den Schmalzler (manchmal auch Brasil genannt), eine bayrische Spezialität, der aus dunklen Brasiltabaken hergestellt wird. Der Name kommt daher, dass früher Butterschmalz verwendet wurde, um die Prise weniger staubig zu machen. Heutzutage wird allerdings aus Konservierungsgründen ätherisches Tabaköl verwendet.
Snuff ist der heute meistverkaufte Schnupftabak der Welt. Er stammt ursprünglich aus England. Er wird im Gegensatz zum Schmalzler oft aromatisiert und hat deshalb einen komplett anderen Geschmack als der Schmalzler.
Beim Schnupfen gibt es verschiedene Rituale, wie zum Beispiel einen Spruch bei jedem Schnupfen oder erneutes Schnupfen, wenn jemand niesen musste. Beim Schnupfen ist darauf zu achten, das Pulver nicht zu schnell mit der Nase einzuziehen, da sonst ein Niesreflex ausgelöst wird oder das Pulver direkt in den Rachen gelangt und dort ein unangenehmes Brennen verursacht.
Es gibt auch verschiedene Arten, wie man Schnupftabak konsumieren kann, entweder vom Handrücken oder, was allerdings weniger verbreitet ist, von den Fingerspitzen.

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