Friedenspfeife / Kalumet

Friedenspfeife – Kalumet

Wer hat sie nicht vor Augen, die Bilder von Indianern, die gemeinsam die Friedenspfeife rauchen. Karl May hat in fast allen seinen Indianergeschichten dieses Ritual geschildert und noch heute fasziniert das Ritual nicht nur Kinder sondern auch viele Erwachsene. Was steckt eigentlich hinter dem Ritual der Friedenspfeife?

Friedenspfeife

Freidenspfeife

Die Friedenspfeife

Das Kalumet besteht aus ein paar bemalten Stäben, die mit Federn geschmückt sind, und ist  mit einem Kopf aus rotem Tonschiefer versehen.Blau und grün bemalt war es ein Sinnbild für den Gegensatz von Erde – Himmel oder Mann – Frau, Sonne – Mond.

Der Ritus

Das Rauchen der Friedenspfeife wurde bei den Indianern bei verschiedenen Gelegenheiten ausgeführt.

Die Verbindung zur Geisterwelt

Der Schamane oder wie er bei uns oft genannt wird Medizinmann benutzte die Pfeife als Mittel zur Kontaktaufnahme zur Geisterwelt. Der heilige Rauch der beim Rauchen des Kinnikinnick (eine Mischung aus Tabak und aromatischen Kräutern) entstand galt als heiliger Rauch. Wichtige Gespräche unter Männern erhielten so durch diesen heiligen Rauch ein heilige Bedeutung. Verträge wurden so besiegelt, geschworene Eide wurden bestätigt oder Kriege wurden beigelegt.

Das Kommunikationsmittel

Man benutzte die Friedenspfeife aber auch als Reisepass oder verwendete sie bei privaten Auseinandersetzungen dazu andere zu beschwichtigen. Wenn z.B. ein Krieger mit der Frau eines anderen durchbrannte, so liess er dem Betrogenen, durch einen alten Mann eine Pfeife überreichen. Dies verlangte die Etikette. Wenn der Mann die Pfeife rauchte, so verzichtete der betrogene Ehemann auf Rache. Bekannt ist auch das Ritual der „Roten Pfeife“. Überreichte ein Bote einem Stamm ein rotbemaltes und mit roten Federn verziertes Kalumet, so erklärte er dem Stamm damit den Krieg. Schlossen zwei Stämme Frieden so rauchten die Häuptlinge und Stammesältesten gemeinsam eine Pfeife. Im Frieden war das Kalumet blau bemalmt und mit Federn eines Adlerweibchens verziert.

Das eigentliche Ritual

Der Rauch der Friedenspfeife soll positive und negative Energien anziehen und böse Geister verjagen. Der Einsatz der Pfeife wurde dabei nach einem klar definierten Ritual eingesetzt: Die Heilige Pfeife wird von Norden nach Süden und von Osten nach Westen durch den Rauch gezogen und im Uhrzeigersinn in alle sechs Himmelsrichtungen (Westen, Norden, Osten, Süden, oben/Himmel und unten/Erde) gehalten. Dann wird sie angezündet und es werden vier Züge für die Grossväter der vier Himmel

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